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Nachfrage nach Wohnimmobilien an Rhein und Ruhr wächst weiter

(Düsseldorf, 26.3.2014) Der Markt für Wohnimmobilien in NRW ist im vierten Jahr in Folge von durchschnittlichen Wertsteigerungen gekennzeichnet. Die Mietpreise sind vielerorts leicht gestiegen. Die Verkaufspreise von Wohnungen und Häusern belegen ebenfalls einen leichten Aufwärtstrend – vor allem in den Ballungsräumen an Rhein und Ruhr. Die Nachfrage nach Immobilien bleibt in Zeiten niedriger Zinsen groß.

Allerdings ist die Phase dramatischer Preissprünge definitiv vorbei. Für das laufende Jahr ist weiterhin mit einer leichten Abschwächung des Booms zu rechnen – aber nicht mit fallenden Preisen. Dies geht aus dem Preisspiegel NRW-Wohnimmobilien 2014 des Immobilienverbands Deutschland, IVD West, hervor.

Für private Anleger bleibt die Immobilie eine äußerst attraktive und wert-stabile Anlage. Besonders in den Städten der Rheinschiene wie Köln und Bonn ist die Nachfrage noch einmal stärker geworden. Die weiterhin niedrigen Zinsen erleichtern zudem die Entscheidung bei Finanzierungskrediten. Über Jahre stabil steigende Wohnungsmietpreise in den Großstädten des Landes bilden einen wichtigen Faktor, der den Immobilienerwerb beziehungsweise den Umzug in die  eigenen vier Wände fördert. Die monatlichen Kosten bei einer gekauften Immobilie sind in vielen Lebenssituationen attraktiver, als die Option zu mieten.

 Die Entwicklung im Segment Eigentumswohnungen aus dem Bestand stellt sich nicht einheitlich dar. Während die Preise in den urbanen Zentren mit über 300.000 Einwohnern in mittelguten bis sehr guten Lagen mehrheitlich stiegen (Ausnahmen: Wuppertal und Duisburg), blieben sie in vielen mittleren Großstädten stabil oder gingen wie in Bottrop oder Gelsenkirchen zurück. Um durchschnittlich 6 Prozent stiegen die Verkaufspreise in den sehr guten Lagen in Städten mit über 300.000 Einwohnern. In Köln, Bielefeld und in Bochum waren die größten Preisanstiege zu verzeichnen, während in Essen und Duisburg sich die Preise eher auf Vorjahresniveau hielten. In Köln stieg der Quadratmeterpreis in mittelguter Lage von 1.700 Euro auf 1.800 Euro (6 Prozent), in Düsseldorf von 1.950 Euro auf 2.100 Euro (8 Prozent) und in Dortmund ebenfalls um 8 Prozent auf 1.300 Euro.

Die Preise für Wohnungen im Neubau-Erstbezug stiegen mehrheitlich in den Großstädten und sind am höchsten in der Bundesstadt Bonn. Hier muss man in sehr guten Lagen etwa 4.900 Euro pro Quadratmeter einrechnen (+ 2%), 100 Euro mehr als in der Landeshauptstadt Düsseldorf (+ 7%). In Dortmund liegen die Preise an vergleichbaren Standorten bei 3.200 Euro, hier ist mit 19 Prozent die höchste Steigerung zu verzeichnen. Vergleichsweise günstig in diesem Segment mit Preisen deutlich unter 2.000 Euro sind Städte wie Gummersbach, Bergheim oder Wesseling.

 Der rasante Anstieg bei den Wohnungskaltmieten in den Großstädten NRWs, die mehr als 300.000 Einwohner zählen, scheint vorerst gestoppt. In mittelguten Lagen stiegen die Mieten bei Altbauten im Schnitt genauso um moderate 3 Prozent wie bei Bestandswohnungen mit Baujahr nach 1948. In mittelguten Lagen in Dortmund muss man bei Gebrauchtwohnungen derzeit mit 5,70 Euro Kaltmiete pro Quadratmeter Wohnfläche rechnen, 4% mehr als im Vorjahr. In Essen stieg dieser Wert um 8% auf 7,00 Euro, in Köln und Düsseldorf war erstmals seit längerer Zeit ein Preisstillstand zu beobachten. Die höchsten Mietpreise zahlt man mit 14,50 Euro in Neubau-Wohnungen (Erstbezug) in Bonn, knapp gefolgt von der Landeshauptstadt (13,00 Euro). Vergleichbare Lagen liegen in Köln bei 12,60 Euro, in Dortmund bei 8,90 Euro, in Münster und Neuss bei 12,00 bzw. 10,00 Euro.

Den günstigsten Neubau-Erstbezug findet man mit 5,20 Euro Kaltmiete pro Quadratmeter Wohnfläche in Windeck. Bei den Großstädten ist hier Gelsenkirchen mit 5,90 Euro zu nennen.

 Freistehende Eigenheime bleiben in Nordrhein-Westfalen weiterhin eine wertbeständige und sichere Vermögensanlage. Allgemein gab es geringfügige Wertsteigerungen in den Großstädten über 100 000 Einwohner, während in den kleineren Städten und Gemeinden die Preise eher etwas sanken oder zumindest konstant blieben. Vereinzelt waren Anstiege und Rückgänge im zweistelligen Prozentbereich erkennbar. Freistehende Häuser in sehr guter Lage erweisen sich weiterhin als besonders attraktiv.

In Köln stiegen in diesem Segment die Preise um 9 Prozent und in Düsseldorf um 8 Prozent. Dortmund und Duisburg rangieren um 5 bzw. 7% höher als im Vorjahr. Stark gegen diesen Trend entwickelten sich vergleichbare Eigenheime in Oberhausen und Aachen, wo ein Preisrückgang um 9 und 2 Prozent zu verzeichnen war.

 In den 9 größten Städten Nordrhein-Westfalens muss man im Schnitt für ein freistehendes Eigenheim in guter Lage in diesem Jahr mit einer Verteuerung von 3 Prozent rechnen. Die Spanne reicht hierbei von 320.000 in Bielefeld bis 750.000 Euro in Düsseldorf. In Bonn muss man mit etwa 680.000 Euro kalkulieren. In Windeck (130.000 Euro) und Waldbröl (160.000 Euro) findet man die günstigsten Eigenheime in vergleichbarem Segment.

 mehr/weiter unter:

 Immobilienverband Deutschland (IVD) Verband der Immobilienberater, Makler, Verwalter und Sachverständigen, West e.V. (für NRW, Rheinland-Pfalz, Saarland)

Internet: IVD West